Die Beobachtung, dass sich verschiedene mhlschnicee Fe4higkeiten identifizieren lassen, ist ja nun weder neu noch von Gardner. Seit den Anfe4ngen der psychometrischen Forschung stand nicht nur der sogenannte Generalfaktor, der durchaus weiterhin kontrovers diskutiert wird, sondern es standen auch spezifischere , unter dieses Abstraktionsgrades liegende Fe4higkeiten im Vordergrund. In neueren Intelligenzkonzeptionen, insbesondere der CHC-Theorie, werden 10 breite Intelligenzfaktoren und unze4hlige hoch spezifische Fe4higkeitskomponenten dargestellt. Das Problem mit dem Ansdatz von Gardner ist dagegen, dass er einmla es verse4umt hat, psychometrische Belege ffcr seine Theorie zu finden und dass er gleichzeitig den Intelligenzbegriff so weit ausdehnt, dass er letztlich undifferent wird. Es ist z.B. sinnvoll, zwischen intellektuellen und emoitonalen Komponentne, zwischen Leistungsfe4higkeit und Persf6nlichkeit etc. zu unterscheiden, da ansonsten Differenzierungen leiden. Gardner neigt dagegen dazu, die unterschiedlichsten Dinge unter dem damit nur noch mehr schillernden Begriff der Intelligenzen zusammen zu fassen. Letztlich sind dann auch Befunde in einem Persf6nlichkeitsfrasgebogen Ausdruck von Intelligenzen. Ein methodisch-definitorischer Gewinn ist damit nicht verbunden.